Ulrich Werthner,
Dr. Roland Werthner
Vorwort zum
Gmundner
Kinder-Zehnkampf 2020
am Sonntag 18. Oktober 2020 in Gmunden
Werte Eltern, liebe Teilnehmer!
Im Jahr 2000 hat das Veranstaltungsteam klein
begonnen (25 Teilnehmer beim ersten Gmundner Kinder-Zehnkampf
am 8.10.2000). Selbst wir Mitglieder der zehnkampferfahrenen
Familie Werthner (Roland, Ulrich, Georg, Susi)
waren gefesselt, wie wir damals die Begeisterung der Kinder beobachten
konnten. Die Idee jedoch war geboren, das Feuer entfacht.
Der 2. Kinder-Zehnkampf
in Gmunden brachte fast eine Verzehnfachung des Starterfeldes. Trotz sehr
schlechter Wetterbedingungen sind 230 Kinder und Jugendliche am 23.9.2001
an den Start gegangen und haben den Zehnkampf mit Begeisterung bewältigt.
Das Feedback der teilnehmenden Kinder und der beobachtenden Eltern und Betreuer
war sensationell positiv. Der ORF-Sport brachte in der Sendung „Sport am Sonntag“
einen tollen Bericht. Alexander Elstner produzierte ein viel beachtetes Video
über den Gmundner Kinder-Zehnkampf.
Der 3. Zehnkampf in Gmunden am 21./22.9.2002 bei etwas besserem Wetter war
dann schon für 330 Kinder konzipiert und wiederum ausgebucht. Über tausend
Zuseher und Betreuer sorgten für ein olympisches Feeling unserer kleinen "Könige",
die Kooperation mit unseren Hauptsponsoren Allg. Sparkasse und Coca Cola sorgte
für eine Disney-World-ähnliche adaptierte Wettkampfarena im Alpenstadion in
Gmunden.
Der Ruf dieser Veranstaltung eilte (auch über weitere Fernsehberichte) sehr
schnell auch in die Bundeshauptstadt. Im November 2002 wurde der Kinder-Zehnkampf
von den österreichischen Sport-Journalisten und der Bundessportorganisation
(BSO) als das innovativste Sportprojekt Österreichs mit dem "Sport-Cristall"
ausgezeichnet. Die Veranstaltung hat sich damit so ziemlich genau so entwickelt,
wie wir uns das nach der Premiere ausgemalt hatten. Der Kinder-Zehnkampf galt
bereits nach 2 Jahren als Synonym für eine professionell organisierte Kinder-Sport-Veranstaltung.
Ab 2002 gab
es in Lichtenberg (bei Linz) und Pocking (Bayern) bereits zwei mit großem
Engagement organisierte Nachfolgeveranstaltungen. Wesentlich beteiligt daran
waren die Familien Dr. Pastl (Lichtenberg) bzw.
Bratinger (Pocking), die in enger Kooperation und in Abstimmung
mit uns diese Wettkämpfe durchführten.
Im Jahr
2003 stieg INTERSPORT als Haupt- und Namenssponsor ein. Erstmals wurden die
Kinder-Zehnkämpfe zu einer Österreich-Tour zusammengefasst. In den Austragungsorten
Gloggnitz und der Südstadt bei Wien gab es 2003
erstmals 2 Kinder-Zehnkämpfe in Niederösterreich. Auch in Lichtenberg bei
Linz wurde wieder mit sehr viel persönlichen Einsatz der Familie Pastl
und vielen Helfern aus der Gemeinde eine kindgemäße und doch professionelle
Zehnkampf-Landschaft mit zwei Stabhochsprunganlagen geschaffen.
Im Jahr
2004 haben schon mehr als 800 Kinder an den 4 Kinder-Zehnkämpfen in Österreich
teilgenommen. An einigen Orten in Österreich entwickelten sich neue Kinder-Zehnkampf-„Zellen“.
Auch neue Vereine (z.B. in Laakirchen) wurden gegründet
und hunderte Kinder in Österreich bereiteten sich schon mit großer Vorfreude
auf die Kinder-Zehnkämpfe vor.
Im Jahr 2005
waren es schon ca. 900 Kinder, die an den 4 Originalaustragungsorten Südstadt,
Lichtenberg, Gmunden und Gloggnitz teilnahmen. Es
entwickelte sich unter manchen Teilnehmerfamilien bereits eine intensive Reisetätigkeit
zu den verschiedenen Veranstaltungsorten.
Ab 2006 gab
es eine weitere Steigerung in der Öffentlichkeitspräsenz und den Teilnehmerzahlen.
Die Kronen-Zeitung stieg als Medienpartner ein und die Idee und das Konzept
„Kinder-Zehnkampf“ wurden somit noch bekannter gemacht. Neue Partner und Austragungsorte
wurden gefunden, die Tour letztlich auf 6 Bundesländer und 7 Vorrunden erweitert.
Dr. Georg Werthner organisierte
erstmals einen Kinder-Zehnkampf in Radenthein am
Millstättersee), Peter Frizzi einen Kinder-Zehnkampf
in Innsbruck. Durch
die Krone-Vorankündigung in den einzelnen Bundesländern fanden neue Talente
zur LA (in Innsbruck 2006: Sebastian Kapferer, der
im Jahr 2008 bereits den österreichischen Schülerrekord im 7-Kampf verbesserte).
Erstmals wurde
am 18.11.2006 ein Österreichfinale in der Linzer Intersport-Arena ausgetragen. Die Idee und das Konzept
des Finales für die besten LA-Kids aus ganz Österreich
schlugen voll ein. Mit offenen Augen kamen die jungen Athleten in die schöne
LA-Halle in Linz und mit tollem Einsatz zeigten
sie anschließend ihr Können. Besonders das Konzept der Jahrgangswettkämpfe
und der Jokerversuche faszinierte sowohl die Kinder als auch die involvierten
Betreuer, Eltern und Zuseher. Auch die ÖLV-Verbandsspitze
(Präsident Mag. Hans Gloggnitzer, Jugendsportwart
Gert Weinhandl und Lehrreferent Karl Bauer) war
anwesend, genauso wie die ÖLV-Nachwuchs-Bundestrainer
Mag. Christian Röhrling und Mag. Leo Hudec. Die
motivierende und fachkundige Moderation erfolgte durch Österreichs erfolgreichstem
und erfahrenstem Zehnkämpfer Dr. Georg Werthner
(Olympiavierter Moskau 1980).
Im Jahr 2007
wurden wieder 7 Vorrunden ausgetragen (Radenthein,
Wien, Gmunden, Gloggnitz, Graz, Innsbruck und erstmals
Rauris). In der Nationalparkgemeinde Rauris (Hohe Tauern) wurde das Kinder-Zehnkampf-Konzept
kreativ modifiziert und erstmals ein Alm-Zehnkampf (auf der Kaaralm)
durchgeführt. Der Stabhochsprung wurde dabei z.B. als Springen über einen
Gebirgsbach abgewickelt. Auch dieser Alm-Zehnkampf war sofort ausgebucht,
die Rückmeldung der Kids und der Eltern wieder sehr motivierend.
Das 2. Österreich-Finale
wurde am 24.11.07 in der INTERSPORT Arena in Linz ausgetragen. Aus ca. 1300
Kindern bei den Vorrunden konnten sich 180 Finalteilnehmer (die jeweils Jahrgangsbesten
der Vorrunden und die punktebesten Kinder aus einer österreichweiten Rangliste qualifizieren. Im Beisein von Hürden-Weltrekordler
Colin Jackson und Österreichs Spitzen-Zehnkämpfer Roland Schwarzl wurde das Finale wieder zu einem bunten und attraktiven
Bewegungserlebnistag mit teilweise sensationellen Leistungen. Alle Finalisten
und alle Sieger wurden österreichweit wieder in
der KRONE präsentiert.
Im Jahr der
Fußball-EM in Österreich 2008 legten wir den Schwerpunkt auf die Veranstaltungen
im Herbst. Zwei kleine Kinder-Zehnkämpfe in Wien und Radenthein, 3 tolle Kinder-Zehnkämpfe in Gmunden, Graz und
Innsbruck sowie ein sensationelles Finale am 15.11.2008 in der Intersport-Arena
in Linz sorgten für große Begeisterung und bereits 39 Kinder-Zehnkämpfe in
9 Jahren.
Im Jahr 2009
finden insgesamt 6 Kinder-Zehnkämpfe statt (Salzburg, Wien, Gmunden, Graz,
Innsbruck und das Finale in Linz) statt. Salzburg/Rif ist bereits am 24.5.
als Veranstaltungsort wieder zurückgekehrt. Mag. Sascha Kratky
hat sich persönlich für das Comeback des Kinder-Zehnkampfes in Rif eingesetzt.
120 Kinder waren wieder mit Feuereifer dabei. Die Kinder-Zehnkampf-Saison
2009 wurde würdig eröffnet.
Der große Jubiläums-Kinderzehnkampf
in Gmunden (bereits der 10. Kinder-Zehnkampf) fand am Samstag, dem 12. September
2009 statt.
Unser Auchweichort "Linz-Stadion" entpuppte sich als sehr angenehmer
Austragungsort für einen Kinder-Zehnkampf.
Wir bedanken
uns bei allen Kids, die in den letzten Jahren unsere Gäste waren. Wir hoffen,
dass sie das besondere Erlebnis „Kinder-Zehnkampf“ genossen haben und langfristige
Freude an der Weltsportart Nr. 1, der
Leichtathletik, gewonnen haben.
Einschließlich
der für heuer geplanten Kinder-Zehnkämpfe stehen in unserer Veranstaltungsstatistik
bei 88 Kinder-Zehnkämpfe. Über diese Zahl, aber noch viel mehr über all das,
was sich in diesen 20 Jahren entwickelt hat, sind wir doch ein wenig stolz.
Es war unser sehr konkreter Beitrag zu einer kindgemäßen Leichtathletik, gemäß
dem Motto:
Kinder-Leichtathletik
als "Kinderleicht-Athletik
Roland und Ulrich
Werthner
Für uns ist dieser Kinder-Zehnkampf
in Gmunden ein ganz "Besonderer" und daher freuen wir uns auch schon
wieder sehr!
Im Anschluß haben wir einige grundsätzliche Ideen dieses Kinder-Zehnkampfes
nochmals zusammengefaßt:
Konzeptbaussteine
des Kinder-Zehnkampfes
Der "Zehnkampf" als Königsdiziplin der olympischen Spiele
hat eine hohe Bekanntheit und Attraktivität, und stellt auch für Kinder etwas "Besonderes" dar. Ähnlich wie beim Erklettern eines hohen Berges ist das Bewältigen eines Zehnkampfes immer wieder eine Herausforderung. Die darin enthaltenen Disziplinen üben sowohl alleine (z.B.: Stabhochsprung) als auch in der Kombination eine große Anziehungskraft aus. Das Ganze (der Zehnkampf) ist aber mehr als die Summe der Einzeldisziplinen.
Kindgemäße Modifikation
der klassischen Disziplinen:
|
Klassische Zehnkampfdisziplinen: |
modifizierte Kinder-Zehnkampf-Disziplinen: |
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100-m-Lauf |
10-m (fliegend) Lichtschrankenzeitnehmung |
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Weitsprung (Balken) |
Weitsprung (freier Absprung) |
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Kugelstoß (7,26kg) |
Ballstoß (1,5 kg bzw. 0,8 kg) |
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Hochsprung |
Hochsprung |
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400-m-Lauf |
150-m-Shuttle Lauf |
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110-m Hürdenlauf |
50-m-Gummihürdenlauf (64/54/34cm Höhe) |
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Diskus (2kg) |
Gummiring-Wurf (180 Gramm) |
|
Stabhochsprung |
Stabhochsprung (Stabweitsprung) |
|
Speerwurf |
Nerf Vortex-Weitwurf |
|
1500-m-Lauf |
800-m-Lauf (mit 500 m Temporegulierung) (bzw. 400m/250m) |
Mit Ausnahme
des Hochsprungs und des Stabhochsprungs wurden somit alle Disziplinen kindgemäß
modifiziert. Die Modifikationen gehen von kleinen Änderungen (Weitsprung ohne
Balken und ohne Zone) bis zu deutlichen Abänderungen (150-m-Shuttle-Lauf statt
400-m-Lauf = 4 x 35 m Wechselsprint mit 10 m Verlängerung zu den Lichtschranken).
Als Wurfgeräte wurden deutlich leichtere und ungefährliche Flugkörper ausgewählt
(bunte Medizinbälle statt Kugeln, Wurfringe (Durchmesser etwa 18 cm) statt
Disken und Nerv-Vortex-Wurfraketen (kleiner Football
mit Stabiliserungsflosse) statt Speeren.
Die Laufstrecken
wurden generell gekürzt und beim abschließenden Ausdauerlauf (800m) bewährte
sich die zeitlich exakt vorgegebene Tempodrosselung gegen unkontrolliertes
anaerobes Tempobolzen zu Beginn der 2-Runden-Distanz.
Für die jüngsten
Teilnehmer (5 Jahre und jünger) gibt es eine zusätzliche Disziplinänderung
(Stabweitsprung statt Stabhochsprung) und weiter reduzierte Gewichte (Ballstoß)
bzw. Streckenlängen (400m mit 250m Tempodrosselung durch Vorläufer).
In den Sprungbewerben
werden die Anfangshöhen bewußt so niedrig angesetzt,
daß jeder Teilnehmer sich positiv motiviert der
Herausforderung stellt und mit großer Wahrscheinlichkeit eine gültige Leistung
erzielt (z.B. Anfangshöhe Stabhochsprung 50 cm). Da es in keiner Disziplin
eine Null-Leistung geben sollte, ist eine zusätzliche Versuchswiederholung
bzw. Hilfestellung bei der Anfangshöhe möglich.
Die Kinder im Mittelpunkt
Alle Veranstalter und Betreuer helfen mit, daß für jedes einzelne Kind ein positives Gesamterlebnis ermöglicht wird und den Kindern die beste Organisation zur Verfügung gestellt wird. Der Zehnkampf soll sowohl Anfänger als auch leichtathletikerfahrene Kinder begeistern. Auch Kinder und Jugendliche aus anderen Sportarten sind im Sinne eines Angebots zur Förderung der sportartübergreifenden Vielseitigkeit willkommen.
Eine attraktive Gesamtdauer des Wettkampfes
Der Zehnkampf wird für eine Gruppe/einen Teilnehmer innerhalb eines Tages durchgeführt und abgeschlossen. Die Absolvierung aller 10 Disziplinen dauert für eine Gruppe von 15 Teilnehmern etwa 5- 5,5 Stunden. Zwischen den Bewerben werden nur kurze Pausen (etwa 10 – 20 min inklusive Disziplinvorbereitung) durchgeführt. Durch den oftmaligen Wechsel der Schwerpunkte bleibt das Interesse der Kinder immer hoch. Die Betreuer sind angewiesen, den Wettkampf der Kinder zügig durchzuführen und darauf zu achten, daß keine unnötigen Versuche (z.B. bei zu niedrigen Höhen) absolviert werden. Bei den Wurfbewerben werden die 3 Versuche jedes Teilnehmers sofort hintereinander ausgeführt.Auf eine ausreichende Ernährung und der Zufuhr von genügend Flüssigkeit wird von den Betreuern geachtet. Die Gesamtdauer des Wettkampfes ist zwar hoch, die Erkenntnisse aus den ersten 6 Kinder-Zehnkämpfen zeigen aber, daß die Gesamtbelastung auch für untrainierte Kinder zu keiner körperlichen Überforderung führt (Beweis: Selbst direkt nach Absolvierung des Zehnkampfes werden die unbenützten Anlagen wieder von den Kindern in Beschlag genommen und es beginnt das Training für den nächsten Zehnkampf).
Organisatorische
Rahmenbedingungen
Die überschaubaren Gruppen (15 bis 20 Teilnehmer) werden durch ein kompetentes 3-er-Betreuerteam durch den ganzen Zehnkampf geleitet. Viele erfahrene Zehnkampf-Spezialisten und Sportpädagogen aus ganz Österreich sorgen für die entsprechende Stimmung und für die richtigen Tips zur rechten Zeit. Die Betreuer leiten, helfen, sichern und achten auf die richtige Belastungs- und Pausengestaltung. Abgesicherte Anlagen und die ungefährlichen Wettkampfgeräte sind die Grundvoraussetzungen für einen unfallfreien Ablauf. Zeitnehmung (elektronisch), edv-gestützte Punktewertung (Auswerteformeln Ó Werthner) und die Qualität und Quantität der Anlagen (z.B. 3 Stabhochanlagen) stehen einem olympischen Zehnkampf kaum nach.
Umfeld
Zuseher/Eltern können direkt neben den Wettkampfanlagen stehen und dort ihre Kinder unterstützen und anfeuern. Durch ein zusätzliches Wettkampfangebot auch für die Eltern (Speedevent: Geschwindigkeitsmessung über eine 10m-Sprintstrecke) bzw. durch das aktive Mitleben und Anfeuern vieler Eltern und Großeltern bewegt diese Veranstaltung oftmals die ganze Familie. Dem Platzsprecher obliegt es, die Leistungen der Kinder sehr individuell und einfühlsam zu präsentieren.
Erlebnis
Neben den eigenen Bewegungsaktivitäten müssen sich auch alle anderen Angebote (Rahmenprogramm, Sportplatzgestaltung, Siegerehrung, Wettkampfpackage mit Verpflegung, Getränken, Überraschungen etc.) für die Kinder zu einem Gesamterlebnis ergänzen. Einige prominente Sportler unter den Betreuern steigerten die Gesamtattraktivität der Veranstaltung zusätzlich.
Vorbereitung
Als Vorbereitung werden von erfahrenen Trainern und Sportstudenten an mehreren Orten in Österreich Vorbereitungstrainingseinheiten angeboten. Die Kinder erlernen dabei in spielerischer Form die entsprechenden Bewegungsabläufe und verbessern sich in ihrer koordinativen und konditionellen Leistungsfähigkeit.
Attraktivität
für Sponsoren
Ein gutes Konzept, eine attraktive Organisation und hohe Akzeptanz bei den Teilnehmern führt zu einer hohen Attraktivität und Werbewirksamkeit auch für Sponsoren.