Vorwort zum
Kinder-Zehnkampf
2018 in Innsbruck/USI
In Innsbruck gab es bereits in den letzten 13 Jahren
einen erfolgreichen Kinder-Zehnkampf. Viele Kinder nahmen daran teil und hatten
"a morts Gaudi". Heuer wollen wir noch mehr Kinder animieren mitzumachen.
Unser Ziel wären 120-160 teilnehmende Kinder. Nähere Auskünfte bitte unter
folgender Telefonnummer des Organisationskommitees: +43/660/527 9000. Auch
heuer wird wieder eine Integrationsgruppe teilnehmen. Dafür werden eigene
BetreuerInnen gestellt und wir werden auch eine eigene Siegerehrung für unsere
BehindertensportlerInnen durchführen.
Im Anschluß haben wir einige
grundsätzliche Ideen dieses Kinder-Zehnkampfes nochmals zusammengefaßt:
Konzeptbaussteine des Kinder-Zehnkampfes
Der "Zehnkampf" als Königsdiziplin der olympischen Spiele
hat eine hohe Bekanntheit und Attraktivität, und stellt auch für Kinder etwas "Besonderes" dar. Ähnlich wie beim Erklettern eines hohen Berges ist das Bewältigen eines Zehnkampfes immer wieder eine Herausforderung. Die darin enthaltenen Disziplinen üben sowohl alleine (z.B.: Stabhochsprung) als auch in der Kombination und regulären Reihenfolge eine große Anziehungskraft aus. Das Ganze (der Zehnkampf) ist aber mehr als die Summe der Einzeldisziplinen.
Kindgemäße Modifikation der klassischen Disziplinen
Klassische Zehnkampfdisziplinen - - - modifizierte Kinder-Zehnkampf-Disziplinen :
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10 Kampf klassisch |
Kinder-Zehnkampf |
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100-m-Lauf |
10-m (fliegend) Lichtschrankenzeitnehmung |
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Weitsprung (Balken) |
Weitsprung (freier Absprung) |
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Kugelstoß (7,26kg) |
Ballstoß (1,5 kg bzw. 0,8 kg) |
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Hochsprung |
Hochsprung |
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400-m-Lauf |
150-m-Shuttle Lauf |
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110-m Hürdenlauf |
50-m-Gummihürdenlauf (64/54/34cm Höhe) |
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Diskus (2kg) |
Gummiring-Wurf (180 Gramm) |
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Stabhochsprung |
Stabhochsprung (Stabweitsprung
für die Kleinsten)
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Speerwurf |
Nerf-Vortex-Weitwurf |
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1500-m-Lauf |
800-m-Lauf (mit 500 m Temporegulierung) (bzw. 400m/250m) |
Mit Ausnahme des Hochsprungs und des Stabhochsprungs
wurden somit alle Disziplinen kindgemäß modifiziert. Die Modifikationen gehen
von kleinen Änderungen (Weitsprung ohne Balken und ohne Zone) bis zu deutlichen
Abänderungen (150-m-Shuttle-Lauf statt 400-m-Lauf = 4 x 35 m Wechselsprint
mit 10 m Verlängerung zu den Lichtschranken). Als Wurfgeräte wurden deutlich
leichtere und ungefährliche Flugkörper ausgewählt (bunte Medizinbälle statt
Kugeln, Wurfringe (Durchmesser etwa 18 cm) statt Disken und Nerf-Vortex-Wurfraketen
(kleiner Football mit Stabiliserungsflosse) statt
Speeren.
Die Laufstrecken wurden generell gekürzt und beim abschließenden
Ausdauerlauf (800m) bewährte sich die zeitlich exakt vorgegebene Tempodrosselung
gegen unkontrolliertes anaerobes Tempobolzen zu Beginn der 2-Runden-Distanz.
Für die jüngsten Teilnehmer (Minis und Superminis) gibt
es eine zusätzliche Disziplinänderung (Stabweitsprung
statt Stabhochsprung) und weiter reduzierte Gewichte (Ballstoß) bzw. Streckenlängen
(400m mit 250m Tempodrosselung durch Vorläufer).
In den Sprungbewerben werden die Anfangshöhen bewußt so niedrig angesetzt, daß
jeder Teilnehmer sich positiv motiviert der Herausforderung stellt und mit
großer Wahrscheinlichkeit eine gültige Leistung erzielt (z.B. Anfangshöhe
Stabhochsprung 50 cm). Da es in keiner Disziplin eine Null-Leistung geben
sollte, ist eine zusätzliche Versuchswiederholung bzw. Hilfestellung bei der
Anfangshöhe möglich.
Die Kinder im Mittelpunkt
Alle Veranstalter und Betreuer helfen mit, daß für jedes einzelne Kind ein positives Gesamterlebnis ermöglicht wird und den Kindern die beste Organisation zur Verfügung gestellt wird. Der Zehnkampf soll sowohl Anfänger als auch leichtathletikerfahrene Kinder begeistern. Auch Kinder und Jugendliche aus anderen Sportarten sind im Sinne eines Angebots zur Förderung der sportartübergreifenden Vielseitigkeit willkommen.
Eine attraktive Gesamtdauer des Wettkampfes
Der Zehnkampf wird für eine Gruppe/einen Teilnehmer innerhalb eines Tages durchgeführt und abgeschlossen. Zwischen den Bewerben werden nur kurze Pausen (etwa 10 – 20 min inklusive Disziplinvorbereitung) durchgeführt. Durch den oftmaligen Wechsel der Schwerpunkte bleibt das Interesse der Kinder immer hoch. Die Betreuer sind angewiesen, den Wettkampf der Kinder zügig durchzuführen und darauf zu achten, daß keine unnötigen Versuche (z.B. bei zu niedrigen Höhen) absolviert werden. Bei den Wurfbewerben werden die 3 Versuche jedes Teilnehmers sofort hintereinander ausgeführt.
Auf eine ausreichende Ernährung und der Zufuhr von genügend Flüssigkeit wird von den Betreuern geachtet. Die Gesamtdauer des Wettkampfes ist zwar hoch, die Erkenntnisse aus den ersten 6 Kinder-Zehnkämpfen zeigen aber, daß die Gesamtbelastung auch für untrainierte Kinder zu keiner körperlichen Überforderung führt (Beweis: Selbst direkt nach Absolvierung des Zehnkampfes werden die unbenützten Anlagen wieder von den Kindern in Beschlag genommen und es beginnt das Training für den nächsten Zehnkampf).
Organisatorische Rahmenbedingungen
Die überschaubaren Gruppen (15 bis 20 Teilnehmer) werden durch ein kompetentes Betreuungsteam durch den ganzen Zehnkampf geleitet. Viele erfahrene Zehnkampf-Spezialisten und Sportpädagogen aus ganz Österreich sorgen für die entsprechende Stimmung und für die richtigen Tips zur rechten Zeit. Die Betreuer leiten, helfen, sichern und achten auf die richtige Belastungs- und Pausengestaltung. Abgesicherte Anlagen und die ungefährlichen Wettkampfgeräte sind die Grundvoraussetzungen für einen unfallfreien Ablauf. Zeitnehmung (elektronisch), edv-gestützte Punktewertung (Auswerteformeln Ó Werthner) und die Qualität stehen einem olympischen Zehnkampf kaum nach.
Umfeld
Zuseher/Eltern können direkt neben den Wettkampfanlagen stehen und dort ihre Kinder unterstützen und anfeuern. Durch ein zusätzliches Wettkampfangebot auch für die Eltern (Speedevent: Geschwindigkeitsmessung über eine 10m-Sprintstrecke) bzw. durch das aktive Mitleben und Anfeuern vieler Eltern und Großeltern bewegt diese Veranstaltung oftmals die ganze Familie. Dem Platzsprecher obliegt es, die Leistungen der Kinder sehr individuell und einfühlsam zu präsentieren.
Erlebnis
Neben den eigenen Bewegungsaktivitäten müssen sich auch alle anderen Angebote für die Kinder zu einem Gesamterlebnis ergänzen. Einige prominente Sportler unter den Betreuern steigerten die Gesamtattraktivität der Veranstaltung zusätzlich.