Vorwort zum

Kinder-Zehnkampf 2016 in Innsbruck/USI

Werte Eltern, liebe Teilnehmer!

In Innsbruck gab es bereits in den letzten 10 Jahren einen erfolgreichen Kinder-Zehnkampf. Viele Kinder nahmen daran teil und hatten "a morts Gaudi". Heuer wollen wir noch mehr Kinder animieren mitzumachen. Unser Ziel wären 160-190 teilnehmende Kinder. Nähere Auskünfte bitte unter folgender Telefonnummer des Organisationskommitees: +43/660/527 9000. Auch heuer wird wieder eine Integrationsgruppe teilnehmen. Dafür werden eigene BetreuerInnen gestellt und wir werden auch eine eigene Siegerehrung für unsere BehindertensportlerInnen durchführen.

Im Anschluß haben wir einige grundsätzliche Ideen dieses Kinder-Zehnkampfes nochmals zusammengefaßt:

 

Konzeptbaussteine des Kinder-Zehnkampfes (nach Dr. Roland und Ulrich Werthner)

Der "Zehnkampf" als Königsdiziplin der olympischen Spiele

hat eine hohe Bekanntheit und Attraktivität, und stellt auch für Kinder etwas "Besonderes" dar. Ähnlich wie beim Erklettern eines hohen Berges ist das Bewältigen eines Zehnkampfes immer wieder eine Herausforderung. Die darin enthaltenen Disziplinen üben sowohl alleine (z.B.: Stabhochsprung) als auch in der Kombination und regulären Reihenfolge eine große Anziehungskraft aus. Das Ganze (der Zehnkampf) ist aber mehr als die Summe der Einzeldisziplinen.

Kindgemäße Modifikation der klassischen Disziplinen

Klassische Zehnkampfdisziplinen - - - modifizierte Kinder-Zehnkampf-Disziplinen :

10 Kampf klassisch

Kinder-Zehnkampf

100-m-Lauf

10-m (fliegend) Lichtschrankenzeitnehmung

Weitsprung (Balken)

Weitsprung (freier Absprung)

Kugelstoß (7,26kg)

Ballstoß (1,5 kg bzw. 0,8 kg)

Hochsprung

Hochsprung

400-m-Lauf

150-m-Shuttle Lauf

110-m Hürdenlauf

50-m-Gummihürdenlauf (64/54/34cm Höhe)

Diskus (2kg)

Gummiring-Wurf (180 Gramm)

Stabhochsprung

Stabhochsprung (Stabweitsprung für die Kleinsten)

Speerwurf

Nerf-Vortex-Weitwurf

1500-m-Lauf

800-m-Lauf (mit 500 m Temporegulierung) (bzw. 400m/250m)

 

Mit Ausnahme des Hochsprungs und des Stabhochsprungs wurden somit alle Disziplinen kindgemäß modifiziert. Die Modifikationen gehen von kleinen Änderungen (Weitsprung ohne Balken und ohne Zone) bis zu deutlichen Abänderungen (150-m-Shuttle-Lauf statt 400-m-Lauf = 4 x 35 m Wechselsprint mit 10 m Verlängerung zu den Lichtschranken). Als Wurfgeräte wurden deutlich leichtere und ungefährliche Flugkörper ausgewählt (bunte Medizinbälle statt Kugeln, Wurfringe (Durchmesser etwa 18 cm) statt Disken und Nerf-Vortex-Wurfraketen (kleiner Football mit Stabiliserungsflosse) statt Speeren.

Die Laufstrecken wurden generell gekürzt und beim abschließenden Ausdauerlauf (800m) bewährte sich die zeitlich exakt vorgegebene Tempodrosselung gegen unkontrolliertes anaerobes Tempobolzen zu Beginn der 2-Runden-Distanz.

Für die jüngsten Teilnehmer (5 Jahre und jünger) gibt es eine zusätzliche Disziplinänderung (Stabweitsprung statt Stabhochsprung) und weiter reduzierte Gewichte (Ballstoß) bzw. Streckenlängen (400m mit 250m Tempodrosselung durch Vorläufer).

In den Sprungbewerben werden die Anfangshöhen bewußt so niedrig angesetzt, daß jeder Teilnehmer sich positiv motiviert der Herausforderung stellt und mit großer Wahrscheinlichkeit eine gültige Leistung erzielt (z.B. Anfangshöhe Stabhochsprung 50 cm). Da es in keiner Disziplin eine Null-Leistung geben sollte, ist eine zusätzliche Versuchswiederholung bzw. Hilfestellung bei der Anfangshöhe möglich.

Die Kinder im Mittelpunkt

Alle Veranstalter und Betreuer helfen mit, daß für jedes einzelne Kind ein positives Gesamterlebnis ermöglicht wird und den Kindern die beste Organisation zur Verfügung gestellt wird. Der Zehnkampf soll sowohl Anfänger als auch leichtathletikerfahrene Kinder begeistern. Auch Kinder und Jugendliche aus anderen Sportarten sind im Sinne eines Angebots zur Förderung der sportartübergreifenden Vielseitigkeit willkommen.

Eine attraktive Gesamtdauer des Wettkampfes

Der Zehnkampf wird für eine Gruppe/einen Teilnehmer innerhalb eines Tages durchgeführt und abgeschlossen. Zwischen den Bewerben werden nur kurze Pausen (etwa 10 – 20 min inklusive Disziplinvorbereitung) durchgeführt. Durch den oftmaligen Wechsel der Schwerpunkte bleibt das Interesse der Kinder immer hoch. Die Betreuer sind angewiesen, den Wettkampf der Kinder zügig durchzuführen und darauf zu achten, daß keine unnötigen Versuche (z.B. bei zu niedrigen Höhen) absolviert werden. Bei den Wurfbewerben werden die 3 Versuche jedes Teilnehmers sofort hintereinander ausgeführt.

Auf eine ausreichende Ernährung und der Zufuhr von genügend Flüssigkeit wird von den Betreuern geachtet. Die Gesamtdauer des Wettkampfes ist zwar hoch, die Erkenntnisse aus den ersten 6 Kinder-Zehnkämpfen zeigen aber, daß die Gesamtbelastung auch für untrainierte Kinder zu keiner körperlichen Überforderung führt (Beweis: Selbst direkt nach Absolvierung des Zehnkampfes werden die unbenützten Anlagen wieder von den Kindern in Beschlag genommen und es beginnt das Training für den nächsten Zehnkampf).

Organisatorische Rahmenbedingungen

Die überschaubaren Gruppen (15 bis 20 Teilnehmer) werden durch ein kompetentes Betreuungsteam durch den ganzen Zehnkampf geleitet. Viele erfahrene Zehnkampf-Spezialisten und Sportpädagogen aus ganz Österreich sorgen für die entsprechende Stimmung und für die richtigen Tips zur rechten Zeit. Die Betreuer leiten, helfen, sichern und achten auf die richtige Belastungs- und Pausengestaltung. Abgesicherte Anlagen und die ungefährlichen Wettkampfgeräte sind die Grundvoraussetzungen für einen unfallfreien Ablauf. Zeitnehmung (elektronisch), edv-gestützte Punktewertung (Auswerteformeln Ó Werthner) und die Qualität und Quantität der Anlagen (z.B. 2 Stabhochanlagen) stehen einem olympischen Zehnkampf kaum nach.

Umfeld

Zuseher/Eltern können direkt neben den Wettkampfanlagen stehen und dort ihre Kinder unterstützen und anfeuern. Durch ein zusätzliches Wettkampfangebot auch für die Eltern (Speedevent: Geschwindigkeitsmessung über eine 10m-Sprintstrecke) bzw. durch das aktive Mitleben und Anfeuern vieler Eltern und Großeltern bewegt diese Veranstaltung oftmals die ganze Familie. Dem Platzsprecher obliegt es, die Leistungen der Kinder sehr individuell und einfühlsam zu präsentieren.

Erlebnis

Neben den eigenen Bewegungsaktivitäten müssen sich auch alle anderen Angebote (Rahmenprogramm, Sportplatzgestaltung, Siegerehrung, Wettkampfpackage mit Verpflegung, Getränken, Überraschungen etc.) für die Kinder zu einem Gesamterlebnis ergänzen. Einige prominente Sportler unter den Betreuern steigerten die Gesamtattraktivität der Veranstaltung zusätzlich.